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Kennen Sie Ihren Hauttyp?

 

Zunächst ist es bei jeder Hautdiagnose nur möglich das grundlegende Bild
herauszufinden. Selbst wenn ein Hautbild mit einem anderen in der äußeren
Erscheinung übereinzustimmen scheint, so sind sie dennoch infolge der
individuellen Sensibilität und Reaktionsfähigkeit der Haut nicht gleichzusetzen.

Äußerlich gleichartig erscheinende Beschaffenheit kann daher auf die gleichen
Präparate und Wirkstoffe verschieden reagieren. Diese Verschiedenheit in der
Reaktion kann sogar bei ein- und demselbsen Menschen auftreten. 
 
Je nach äußeren oder inneren Einflüssen (Klima, Arzneimittel, Ernährung,
Krankheit, Organstörung, Depression) kann das bedeuten, daß die Haut an einem
Tag ein Präparat verträgt, worauf Sie am nächsten Tag mit Irritationen antwortet.



Eine kosmetische Hautdiagnose greift, bei aller Bemühung
nach Exaktheit, nur einen ganz bestimmten Aspekt heraus,
nämlich das Organ Haut.


Wir versuchen
a) aus den äußeren Erscheinungen und Eigenschaften die Charakteristik
   des Hautbildes zu finden und
b) aufgrund dieses Hautbildes die jeweils individuell bestgeeigneten Wirkstoffe 
   und Behandlungen anzuwenden, welche die Haut als Organ braucht, um 
   gesund und schön zu sein und zu bleiben

Um Ihre Hautdiagnose zu erleichtern, können Sie sich zweier Methoden bedienen:
1. die Charakteristik der Typen nach "Kretschmer" und
2. die Feststellung des derzeitigen Hautzustandes

zu 1.
In der Gestaltlehre schließt Kretschmer vom Typus eines Menschen auf das ihm
wahrscheinlich entsprechende Hautbild. Denn von der Gesamtkonstitution eines
Menschen kann man - innerhalb der statistischen Wahrscheinlichkeit - auf den
charakteristischen Hauttyp schließen.
Dazu verwenden wir die Begriffe schlank, sportlich, vollschlank.

Schlank:
Die Haut schlanker Menschen neigt meist dazu, dünn, trocken, blaß zu sein und
bald kleine Fältchen zu zeigen. Die Haut zeigt früher als bei anderen Menschen
vorzeitige Erscheinungen des Alterns und ist außerdem oft reizempfindlich und
nervös. Die Haut bräunt oft schlecht, verbrennt leicht und schilfert dann schnell ab.

Sportlich:
Sportliche Menschen sind überwiegend Seborrhoiker (anlagemäßig bedingte
gesteigerte Absonderung der Talgdrüsen); ihre Haut ist fest, kräftig, dick, eher
fett und neigt zur Großporigkeit. Die Haut bräunt leicht und sie hält die Bräune.

Vollschlank:
Vollschlanke Menschen haben meist eine gute Haut; sie sieht oft jünger aus
als dem Lebensalter entspricht, ist weich, glatt, fein und gut durchblutet.
Allerdings neigt sie eher zu Teleangiektasien (erweiterte Äderchen).

Zu 2.
Feststellung des Hautzustandes

Trockene Haut:
Der trockenen Haut fehlt Feuchtigkeit und Fett, daher spannt sie leicht.
Faltenbildung und ein Verlust der Elastizität sind oft frühzeit zu beobachten.
Im fortgeschrittenen Zustand kann sie auch ein pergamentartiges Aussehen
bekommen und ist rau, spröde und schuppig. Sie ist meist kleinporig und dünn.

Sensible Haut:
Sie reagiert überempfindlich und wirkt auch gespannt. Sie sieht oft gerötet aus.
Der sensible Hautzustand kann zusammen mit jedem anderen Hauttyp auftreten,
z.B. sensible trockene Haut, sensible Mischhaut u.s.w.

Fette Haut:
Sie produziert übermäßig viel Talg und sieht daher immer leicht ölig aus, sie
ist großporig und kräftig.

Unreine Haut:
Das typische Hautbild der unreinen Haut zeigt Comedonen (Mitesser), Pickel
und Pusteln und Verhornungen.

Mischhaut:
Die Mischhaut setzt sich aus zwei Hauttypen zusammen, der eher fettigen
Haut und der eher trockenen Haut. Typischerweise befinden sich die fetteren
Partien in der Gesichtsmitte: T-Zone (Strin, Nase und Kinn) und die trockenen
Stellen an den Wangenseiten.

Belastete und gestresste Haut:
Dieser Zustand kann jederzeit bei allen Hauttypen auftreten. Ursachen hierfür
können sein Klimawechsel, Arzneimitteleinnahmen, Ernährungsfehler, Krankheit,
Depression oder auch veränderte Lebenssumstände. Die Haut wirkt eingefallen,
kraftlos und schlaff. Man fühlt sich auch selbst als "schlecht aussehend".

Diese Übereinstimmung zwischen Erscheinung und Hautbild trifft in etwa
75 - 80% aller Fälle zu. Es ist jedoch möglich, dass die tatsächlich festgestellten
Symptome nicht mit der Diagnose aufgrund des Typus übereinstimmen.

Wenn dies zutrifft, so bedeutet es, dass andere äußere oder innere Einflüsse
das Abweichen der sonst regelmäßigen Übereinstimmung von Erscheinung
oder Hautbild verursachen können.

Ein Wechsel im Hautzustand zieht meist auch einen Wechsel der Pflegeprodukte
nach sich, vorübergehend oder generell.
Es ist auch möglich Produkte verschiedener Serien miteinander zu kombinieren,
sie sollten allerdings zueinander passen.

  

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